Alacoustic

 

 

 

 

 

 

 

Foto:

Rolf Habben

16. Mai 2019: Quintett „Alacoustic“ zieht den Stecker

Kulthits im Garten des KuK SOL neues Leben eingehaucht

Mit dem ersten Konzert im diesjährigen Kalender „Musik im Garten“ des KuK SOL hatten die Veranstalter um Wolfgang Ilgner mal wieder ein gutes Händchen bei der Bandauswahl bewiesen. Mit „Alacoustic“ war eine Quintett engagiert, die Meilensteine der Rock- und Popmusik aus den 70er, 80er und 90er Jahren unplugged auf hohem Niveau neu belebten.

Alacoustic, der Name ist wahrlich Programm. Ohne die im Original ursprünglich elektrisch verstärkten Instrumente, gaben sie den Oldies bis auf den unverzichtbaren E-Bass allein durch die Resonanzkörper ihrer Arbeitsgeräte im Stil und Klang einen alternativen Charme, der bestens ankam. Das sympathische fünfköpfige Ensemble aus dem Großraum Osnabrück  mit Marie Meibeck (Gesang, Querflöte, Percussion), Stefan Birkemeyer (Gesang, Gitarre), Michael Springer (Gesang, Gitarre), sowie Henner Malecha (Bass) und Manfred Meibeck (Gesang, Cajon, Bongos) begeisterte instrumental ebenso wie mit mehrstimmigem Satzgesang.

„Wenn ihr glaubt, dass wir unser Programm kürzen, habt ihr euch getäuscht, ihr kriegt die volle Dröhnung Alacoustic“, versprach Birkemeyer eingangs in Anspielung auf das feuchtkalte Wetter. Bekanntes und Bewährtes aus den letzten Dekaden des vergangenen Jahrhunderts hatte die Band auf dem Zettel, internationale Rock- und Pophits, alle gewollt verfremdet in akustischer Version. Anstatt mühevoll am Original entlang zu covern, wurde bekannten Titeln von den Beatles, Eagles, Pink Floyd oder Ray Charles neues und damit zugleich aber auch individuelles Leben eingehaucht.

Arrangements auf ausgereift hohem Niveau bekam das Publikum durchgängig zu hören, bekannten Ohrwürmern wie beispielsweise „Hotel California“ verpassten die Musiker stets ihren eigenen unverwechselbaren Stempel. Angetrieben von Bass, Cajon und Bongos, angereichert mit der souverän dynamischen Stimme von Sängerin Meibeck, blätterte das spielfreudige Quintett ihren nostalgischen Hitkatalog auf. Supertramp mit Überraschungseffekten, Police mit mehrstimmiger Power, die Who mit „Pinball Wizzard“ und gesanglich gesteigertem Volumen oder Fleedwood Mac bis hin zu Amy Winehouse, die Performance des Quintetts war mit virtuos eingesetzten akustischen Elementen stets hochmotiviert und professionell arrangiert.

Birkemeyer, Gastsolist seit gut 40 Jahren in diversen Bands, glänzte mit Gitarrensoli aus dem Bauchbereich, kongenial unterstützt von Springer an der Rhythmusgitarre sowie Marie Meibeck hin und wieder mit Querflöte, Manfred Meibeck mit 35-jähriger Bühnenerfahrung sorgte am Cajon für das rhythmische Korsett, für die tieferen, wenngleich groovigen Frequenzen stand  letztlich Malecha am Bass.

Alacoustic ließ es einfach laufen, ehrlich und ohne doppelten Boden – Acoustic pur.
Dem Beginn des Konzertsommers im Garten konnte man nur besseres Wetter wünschen, ansonsten dürfte dort für die kommenden Veranstaltungen nichts anbrennen.

Text und Foto: Rolf Habben
Quelle: Neue Osnabrücker Zeitung (Online-Ausgabe 20.05. und Printausgabe 21.05.2019)

 

 

Freuen Sie sich auf die folgende Band:



19.09.19
C-our-AGE Band


Änderungen vorbehalten.